
Vermittlung bundesweit
Finja bevorzugt Einzelhaltung
Standort: 54292 Trier, Deutschland
Name: Finja
Geschlecht: weiblich, kastriert
Alter: geboren ca. 09.12.2023
Behinderungen, chronische Krankheiten: Asthma; aktuell Blasenbeschwerden, vermutlich stressbedingt; Geflügelunverträglichkeit
Verträglich mit: Menschen, Kindern, bedingt mit Katzen
Persönlichkeit: lustig, verschmust, verspielt, neugierig, kontaktfreudig, extrovertiert, lernfreudig
Haltungsform: Einzelhaltung oder mit 1–2 charakterlich passenden Katzen; Wohnungshaltung, sonstige Indoorhaltung oder gesicherter Freigang
Die verschmuste, lebensfrohe Finja hatte eigentlich bereits ihr Zuhause gefunden, nun muss sie leider erneut vermittelt werden – und diesmal ist die Suche auch aus gesundheitlichen Gründen dringend.
Ursprünglich stammt Finja aus Zypern. Sie wurde dort als Katzenkind gemeinsam mit ihrem Bruder aus einer Hotelkatzenkolonie gerettet. Auf Zypern lebte sie lange Zeit mit sehr vielen anderen Katzen zusammen. Zunächst war sie im Haus ihres Pflegefrauchens untergebracht, später musste sie jedoch in einen provisorischen Verschlag umziehen, wo sie mit vielen Katzen auf noch engerem Raum lebte. Als ihr Pflegefrauchen Zypern verlassen musste, mussten die Katzen schließlich sehr kurzfristig anderweitig untergebracht oder vermittelt werden. Umso erleichterter waren wir damals, dass Finja ein Zuhause in Deutschland fand und damit sicher untergebracht war. Ob die lange Zeit mit sehr vielen Katzen und insbesondere die Phase auf engem Raum möglicherweise dazu beigetragen haben, dass ihr das Zusammenleben mit Artgenossen heute schneller zu viel wird, lässt sich natürlich nicht sicher sagen.
Seit Mitte Oktober 2025, also seit etwas über einem Jahr, lebt Finja in ihrem jetzigen Zuhause in Trier gemeinsam mit zwei anderen Katzen. Mit einer der beiden war das Verhältnis von Anfang an schwierig. Während der ersten ungefähr sechs Monate ging der Konflikt überwiegend von der anderen Katze aus. Finja selbst begann in dieser Zeit keine Streitereien, wehrte sich kaum und ging der anderen Katze eher aus dem Weg. Trotzdem versuchte sie immer wieder, freundlich Kontakt aufzunehmen, beispielsweise durch Nasenkontakt.
Etwa zu der Zeit, als Finja ihre Blasenentzündung bekam, veränderte sich die Situation zunehmend. Seitdem kommt es auch vor, dass Finja selbst Auseinandersetzungen beginnt oder der anderen Katze hinterherläuft. Inzwischen geht der Streit mal von Finja und mal von der anderen Katze aus. Meist rennen sie sich gegenseitig hinterher oder hauen einander; in letzter Zeit kam es vereinzelt auch zu deutlicheren Auseinandersetzungen mit Fauchen und Kralleneinsatz. Auch beim Vorbereiten des Futters kommt es zwischen den beiden häufig zu Auseinandersetzungen mit Pfotenhieben.
Ganz anders sieht das Verhältnis zu der zweiten Katze im Haushalt aus. Mit ihr verstand Finja sich von Anfang an wesentlich besser. Vor Beginn ihrer Blasenprobleme kam es sogar einmal vor, dass die beiden miteinander kuschelten. Seit sich die gesamte Situation zugespitzt hat, ist zwar auch dieses Verhältnis etwas schwieriger geworden und gelegentlich kommt es zu kleineren Auseinandersetzungen, diese sind jedoch deutlich seltener und weniger heftig. Beim Warten auf das Futter können die beiden beispielsweise weiterhin friedlich zusammen sein. Allein wegen des Verhältnisses zu dieser zweiten Katze würden die Halter eine Abgabe von Finja nicht in Erwägung ziehen.
Seit rund zwei Monaten arbeiten die Halter gemeinsam mit einer Katzenverhaltenstherapeutin an der Situation. Trotz verschiedener Maßnahmen und Übungen ist bislang keine ausreichende Verbesserung eingetreten. Auch die behandelnde Tierärztin hat inzwischen zu einer Trennung der Katzen geraten.
Bis ein neues Zuhause gefunden ist, arbeiten die Halter weiter an der Situation. Trotzdem sollte Finja möglichst bald umziehen, denn der anhaltende Konflikt bedeutet für sie erheblichen Stress. Dieser könnte sowohl ihre Blasenbeschwerden als auch ihr Asthma ungünstig beeinflussen. Die Vermittlung ist deshalb inzwischen nicht nur wegen des schwierigen Zusammenlebens, sondern auch aus gesundheitlichen Gründen dringend geworden.
Finja hatte in der Vergangenheit mehrfach Probleme mit der Blase. Zu Beginn wurden sowohl Bakterien als auch Struvitkristalle festgestellt und entsprechend behandelt. Bei der letzten Urinuntersuchung gab es dagegen keine Hinweise auf eine aktuell bestehende Blasenentzündung, und auch der Urin-pH lag mit 6,0 in einem guten Bereich. Medikamente zur Ansäuerung des Urins benötigt Finja derzeit nicht mehr. Sie ist und war trotz der Blasenprobleme nicht unsauber, sondern benutzt zuverlässig ihre Katzentoilette.
Auffällig ist allerdings weiterhin, dass sie beim Urinieren manchmal miaut und gelegentlich mit dem Schwanz zittert. Stress durch den anhaltenden Katzenkonflikt wird als mögliche Ursache beziehungsweise verstärkender Faktor angesehen. Ob sich die Beschwerden nach einem Umzug in ein ruhigeres Umfeld vollständig zurückbilden werden, lässt sich jedoch nicht sicher vorhersagen.
Was ihr Asthma betrifft, zeigen die bisherigen Beobachtungen, dass möglicherweise Pollen beziehungsweise andere saisonale Umwelteinflüsse eine Rolle spielen. Im Sommer traten ihre Beschwerden häufiger auf, während sie seit Ende des Sommers bislang keine weiteren Asthmaattacken hatte. Derzeit erhält Finja zweimal täglich jeweils ¼ Tablette Propentofyllin 50 mg. Außerdem bekommt sie einmal täglich Redonyl Ultra 50 mg als Ergänzungsfuttermittel zur Unterstützung bei Entzündungsprozessen. Ein Inhalator ist ebenfalls vorhanden, und Finja wurde bereits daran gewöhnt, diesen zu tolerieren. Regelmäßig über den Inhalator behandelt wird sie derzeit noch nicht. Wie die Asthmabehandlung langfristig am besten fortgeführt wird, sollte weiterhin tierärztlich abgestimmt werden. Der vorhandene Inhalator wird bei einer Vermittlung selbstverständlich mitgegeben.
Außerdem verträgt Finja kein Huhn beziehungsweise Geflügel. Mit Nassfutter von MAC’s, insbesondere den Sorten mit Rind und Pferd, kommt sie dagegen seit mehreren Monaten gut zurecht. Ein erneuter Versuch mit einem MAC’s-Futter mit Huhn führte wieder zu Durchfall, weshalb ihre Ernährung weiterhin geflügelfrei bleiben sollte. Zur Unterstützung ihrer Verdauung bekommt sie derzeit außerdem täglich 1,5 g Futterzellulose.
Nach ihrer Vermittlung erkrankte Finja außerdem schwer an Giardien und hatte über längere Zeit mit Durchfall zu kämpfen. Davon ist sie inzwischen vollständig genesen. Ob diese belastende Krankheitsphase möglicherweise mit dazu beigetragen hat, dass sich das Zusammenleben mit den anderen Katzen später ungünstig entwickelte, lässt sich nicht beurteilen.
Bei all diesen gesundheitlichen Informationen soll aber nicht untergehen, was Finja für eine tolle Persönlichkeit ist. Sie ist eine ausgesprochen lustige, neugierige, kontaktfreudige und verschmuste Katze. Menschen schließt sie meist sehr schnell ins Herz und auch mit Besuch kommt sie gut zurecht. Sie schläft gerne bei ihren Menschen im Bett – auch unter der Decke – und macht es sich abends gerne auf dem Schoß gemütlich.
Finja ist außerdem sehr verspielt und mit Begeisterung bei der Sache. Sobald ihre Spielmaus ins Spiel kommt, erwacht der kleine Meisterjäger in ihr. Sie ist intelligent und lernt schnell: Finja kennt bereits Clickertraining und beherrscht unter anderem die Tricks Sitz, Rolle und Männchen. Ein gesicherter Balkon oder ein anderer sicherer Außenbereich würde ebenfalls gut zu ihrer neugierigen und lebhaften Art passen.
Finja kennt auch Kinder und kann grundsätzlich zu einer Familie mit Kindern vermittelt werden. Wichtig wäre allerdings, dass die Kinder bereits verständig genug sind, ihre Grenzen zu respektieren und ihr Rückzug zu ermöglichen. Ein sehr lautes, hektisches Zuhause oder Kinder, die eine Katze häufig bedrängen, wären für Finja eher ungeeignet. Da Stress möglicherweise auch ihre gesundheitlichen Beschwerden beeinflusst, suchen wir für sie insgesamt ein möglichst ruhiges und entspanntes Zuhause.
Wie Finja heute auf neue Katzen reagieren würde, lässt sich nicht sicher vorhersagen. Dass sie sich mit einer der beiden Katzen in ihrem jetzigen Zuhause grundsätzlich noch immer deutlich besser versteht, zeigt, dass sie nicht einfach generell unverträglich mit Artgenossen ist. Gleichzeitig ist es möglich, dass sie aufgrund der länger andauernden negativen Erfahrungen inzwischen generell mit Stress auf andere Katzen reagiert. Ebenso wenig lässt sich vorhersagen, ob sich dieser Stress in einem neuen Zuhause mit der Zeit wieder legen würde, wenn sie die Erfahrung macht, dass die dort lebenden Katzen freundlich sind und ihre Grenzen respektieren.
Eine Einzelhaltung kommt deshalb ebenso infrage wie eine Vermittlung zu ein oder zwei charakterlich passenden Katzen. Wichtig wäre bei einer Haltung mit Artgenossen, dass diese es akzeptieren, wenn Finja Abstand möchte, und nicht sehr aufdringlich oder vehement in ihren Spielaufforderungen oder ihrem Durchsetzungsverhalten sind. Außerdem sollte ausreichend großer Wohnraum vorhanden sein, damit die Katzen sich gut ausweichen und jeweils eigene Rückzugsorte nutzen können. Bei zwei bereits gut miteinander harmonierenden Katzen hätte Finja zudem nicht die Rolle der einzigen Sozialpartnerin. Auch unter guten Voraussetzungen lässt sich natürlich nie garantieren, wie sich das Zusammenleben langfristig entwickeln wird.
Finja ist medizinisch bereits umfangreich untersucht worden. Unter anderem wurden mehrfach Urin- und Kotuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen sowie ein Röntgenbild des Brustkorbs durchgeführt. Vorhandene Tierarztberichte, Laborergebnisse und weitere medizinische Unterlagen können bei einer Vermittlung selbstverständlich an die neuen Adoptanten weitergegeben werden.
Was Finja jetzt vor allem braucht, ist ein möglichst ruhiges und stressarmes Zuhause, in dem ihre Menschen bereit sind, ihre gesundheitlichen Besonderheiten ernst zu nehmen, ohne darüber ihre vielen positiven Seiten aus den Augen zu verlieren. Die Hoffnung ist, dass sich ihre Blasenbeschwerden mit dem Wegfall des derzeitigen Stresses möglicherweise sogar vollständig zurückbilden. Ihr Asthma wird dadurch natürlich nicht verschwinden, aber auch hier besteht die Chance, dass sie in einer dauerhaft ruhigeren Umgebung seltener oder weniger ausgeprägt Beschwerden hat. Finja selbst ist dabei keine zurückgezogene oder schwer zugängliche Katze, sondern eine sehr menschenbezogene, neugierige und lebensfrohe Persönlichkeit, die gerne spielt, lernt, kuschelt und mitten im Leben dabei ist.
Wenn Sie sich vorstellen könnten, Finja bei sich aufzunehmen, melden Sie sich bitte möglichst bald bei uns. Auch wenn eine Aufnahme bei Ihnen erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich wäre, würden wir uns über Ihre Nachricht freuen.
.
.
Kontakt:
Katzen von Evgenia Magou
Svenja Diederichs hilft sehr gerne bei Sprachproblemen.
svenja.diederichs@gmx.de
Telefon: 0174 9502348